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Gewerkschafter von IG-Metall verdient in zehn Jahren fast 50 Millionen € plus Pension von ca. 23,7 Millionen €

Claas Tatje verdient einen Journalistenpreis. Ihm ist es gelungen, aufzuspüren, was man so als Gewerkschaftsfunktionär verdienen kann. Es ist ja kaum zu glauben, der Gewerkschafter Horst Neumann verdiente zwischen 2005 und 2015 als Personalvorstand von Volkswagen fast 50 Millionen €, außerdem zahlt Volkswagen eine Pension deren Wert aus heutiger Sicht insgesamt etwa 23,7 Millionen € beträgt. Der Mann war Nachfolger des Personalchefs Peter Hartz, der wegen allseits bekannter Affären um geschmierte Betriebsräte und Prostituierte seinen Posten räumte.

Herr Neumann hatte gute Beziehungen, war 2005 mit der SPD-Politikerin Andrea Nahles, frühere Arbeitsministerin und designierte SPD-Vorsitzende liiert, heiratete aber 2009 Elke Eller, Ökonomin, früher als IG-Metall-Vertreterin im VW-Aufsichtsrat tätig und seit 2012 Personalvorstand VW Nutzfahrzeuge.

 

Als 2015 die Dieselkrise den VW Konzern erschütterte, schieden Neumann und seine Ehefrau Eller bei Volkswagen aus, wie der Journalist Claas Tatje in seinem Artikel, der in der Zeit erschien, berichtet.

 

Claas Tatje hat auch nachgefragt, was man denn mit 50 Millionen € und einer zusätzlichen Rente von ca. 23,7 Millionen € macht.

Herr Neumann hat ihm mitgeteilt, er habe eine Stiftung gegründet, das „Institut für die Geschichte und Zukunft der Arbeit“ und möchte für zehn Jahre jährlich 1 Million € für diese Stiftung zur Verfügung stellen.

Claas Tatje fand auch den Betrag von 1 Million € interessant, entspricht diese Summe doch exakt dem Höchstbetrag, den ein Stifter jedes Jahr von der Steuer absetzen darf.

 

Sie glauben diese Geschichte nicht?

 

Lesen Sie doch nach:

Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 7 vom 9.2.2017

 

http://www.zeit.de/2017/07/horst-neumann-ig-metall-volkswagen-reichtum

 

 

oder auch zur Ergänzung im Handelsblatt unter

http://www.handelsblatt.com/2834914.html?share=mail

 

 

Claas Tatje ist seit März 2008 freier Journalist und schreibt vor allem über Europäische Wirtschaftspolitik und Luftfahrt. Zu seinen Auftraggebern zählen die Wochenzeitung DIE ZEIT, ZEIT ONLINE und das Wirtschaftsmagazin brand eins.

Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Hannover, Schwerpunkt VWL. Praktika führten ihn in die Redaktionen von Handelsblatt, Stern und Spiegel. Nach Abschluss des Studiums absolvierte er die 44. Kompaktklasse der Deutschen Journalistenschule und begann danach im Wirtschaftsressort der ZEIT. Von August 2007 bis Februar 2008 arbeitete er für das Büro newyorkgermanpress und berichtete für die Financial Times Deutschland, die ZEIT und die Neue Zürcher Zeitung über die Wall Street und die Auswüchse der Finanzkrise.

Seine Website: http://claastatje.de/

Autor: J. Köberlein, freier Journalist

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